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Eckart Hüttemann – Verstorben im September 2025

Im September 2025 verstarb unser langjähriger Kollege Eckart Hüttemann im Alter von 79 Jahren. Eckart war Mitte der 70er Jahre einer der ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter beim Projektträger „Humanisierung des Arbeitslebens“. Nach der Beendigung des Arbeitslebens war er Mitbegründer des Vereins „Humane Gestaltung von Arbeit und Leben“ im Februar 2017.

Wie andere Kollegen war Eckart gelernter Ingenieur in der Abteilung „Arbeitsschutz und Dienstleistungen“ des Ingenieurs Konstantin Skarpelis. Eckarts Weggefährte Gottfried Huba umschrieb diesen Typ von Ingenieur so: „Sie waren einerseits exzellente technische Fachleute, hatten aber auch lebhaftes Interesse daran, über das eigene Fachgebiet hinaus interdisziplinär mit anderen Wissenschaften, vor allem den Sozial- und Geisteswissenschaften, zusammenzuarbeiten. Auch waren die Kollegen sehr an politischen und gesellschaftlichen Fragen interessiert. Sie waren neugierig und engagiert über die wissenschaftliche Forschung in Menschen in einem umfassenden Sinne besser zu gestalten. Sie wollten Menschen aus ihrer passiven und erduldenden Rolle am Arbeitsplatz hinaus zum aktiven Handeln ermutigen und befähigen.“ Diese Beschreibung trifft voll auf Eckart zu.

Eckart war für Fragen des Abbaus von Lärm- und Schwingungsbelastungen in der Produktion zuständig. Er war dann aber auch mitverantwortlich für den Wechsel vom Lärmschutz zum „Lärmarm konstruieren“. Diesen Gedanken verfolgte er weiter bis zum Ausbau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei betrieblichen Planungsprozessen. Eckart konnte aber nicht nur „Produktion“, er war auch im Dienstleistungssektor aktiv und betreute z.B. Forschungsprojekten zum „sozialen Benchmarking in Call-Centern“.

In unserem Verein HGAL engagierte sich Eckart von Beginn an in der Arbeitsgruppe „Arbeit und Gesundheit“. Zusammen mit Gerhard Finking, Claudius Riegler und Günter Neubauer erstellte er die ersten Diskussionspapiere des HGAL zu dem Thema. Wichtigstes Ergebnis für den HGAL war die Tagung an der Evangelischen Akademie Anfang 2024 mit dem Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege - Koordination und Kooperation von Arbeit in Betrieben und Sorgenetzwerken“.

Eckart war ein echter Mitstreiter für eine bessere Arbeitswelt. Sein Wissen, seine offene Art und seine Begeisterung für eine bessere Arbeitswelt haben uns inspiriert. Wir sind dankbar für die Zeit, die er an unserer Seite war.

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